Digitale Bracketpositionierung

Die exakte Positionierung von Brackets ist essenziell für ein hochwertiges Behandlungsergebnis, das heißt die Einstellung einer bestmöglichen Vertahnung. Hierzu stehen prinzipiell zwei konventionelle kieferorthopädische Verfahren zur Verfügung:

  1. Direkte Klebeverfahren, bei denen einzelne Brackets nach definierten Kriterien direkt auf den jeweiligen Zahn appliziert werden. Die  Kontrollmöglichkeit der exakten Positionierung ist bei der Wahl dieser Methodik abhängig von der jeweiligen Zahnstellung und kann insbesondere im Seitenzahnbereich erschwert sein.
  2. Indirekte Klebeverfahren, bei denen die Brackets bei konventionellen Technologien exakt auf dem Gipsmodell positioniert und mittels einer labortechnisch hergestellten Übertragungsschiene beim Patienten indirekt aufgeklebt werden

 Dank der Möglichkeiten digitaler Vorbereitungsprozesse können die Brackets bei letzterem Verfahren auf einem virtuellen 3-D-Modell ohne labortechnischen Zwischenschritt exakt positioniert und eine passende Übertragungsschiene elektronisch berechnet werden. Diese Übertragungsschiene kann mittels eines 3-D-Druckers und eines speziellen, flexiblen und für die Anwendung am Patienten zugelassenen Kunststoffs ausgedruckt werden. Die Brackets müssen dann nur noch in der Schiene positioniert und auf die Patientenzähne übertragen werden. Dies ist für die Behandlungszeit am Stuhl und damit auch für den Patienten mit einer deutlichen Zeitersparnis verbunden. Der Vorbereitungsprozess, der fachzahnärztliche Kompetenz erfordert, ist natürlich weiterhin nötig.

Brackets müssen nicht mehr per Hand positioniert werden, sondern die ideale Bracketposition wird mittels Software berechnet und mittels einer Übertragungsschiene im Mund eingesetzt.

Intraoralscanner
Modell
Brackets
Tray
3D gedruckte Übertragungsschiene